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Transferpreis 2016

Preisträger Transferpreis 2016_v.l.: Dr. Philipp, Michael_Dr. Christopher Janich_Dr. Robert Pulz_Prof. Dr. Stefan Sackmann

Preisträger Transferpreis 2016_v.l.: Dr. Philipp, Michael_Dr. Christopher Janich_Dr. Robert Pulz_Prof. Dr. Stefan Sackmann

Preisträger Transferpreis 2016_v.l.: Dr. Philipp, Michael_Dr. Christopher Janich_Dr. Robert Pulz_Prof. Dr. Stefan Sackmann

Einreichungen für den Transferpreis 2016:

Platz 1 in der Kategorie „Anwendungsorientierte Dissertationen

In der Kategorie „Anwendungsorientierte Dissertationen" wurde Dr. Christopher Janich, Dipl.-Pharmazeut und Apotheker, für die Entwicklung eines biokompatiblen, lipidbasierten Transfervehikels zur preisgünstigen und sicheren Anwendung in der Gentherapie mit dem

ersten Platz geehrt.  Darüber hinaus hat der Forscher aus dem Institut für Pharmazie der MLU geeignete Parameter für einen effizienten Gentransfer identifiziert und somit den Grundstein für eine Virus-freie Gentherapie zur Behandlung von erblich bedingten oder erworbenen Krankheiten gelegt. Der von der Stadtwerke Halle GmbH (SWH) gestiftete Preis ist verbunden mit einem Preisgeld von 1.000 Euro.

Platz 2 in der Kategorie „Anwendungsorientierte Dissertationen

Dr. Philipp Michael vom Institut für Chemie der MLU hat sich in seiner Dissertation mit der Herstellung indirekter Sensoren zur Bauteileüberwachung beschäftigt. Die Sensoren ermöglichen eine autonome Detektion von externen mechanischen Belastungen bzw. Beschädigungen an Materialien, wodurch kleinste Risse oder Deformationen ohne die Kosten einer aktiven Überwachung ausfindig gemacht werden können. Er liefert somit ein Beitrag zur Verbesserung der Klimabilanz und zu einer erhöhten Nachhaltigkeit von Produkten durch Ausnutzung ihrer maximalen Lebensdauer. Für seine Forschungsarbeit erhielt er in der Kategorie „Anwendungsorientierte Dissertationen"  ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro, ebenfalls gestiftet von den Stadtwerken Halle.

Preisträger in der Kategorie „Erfolgreiche regionale Transferkooperationen“

Den mit 1.000 Euro dotierten Transferpreis in der Kategorie „Erfolgreiche regionale Transferkooperation", gestiftet von der Stadt Halle (Saale), erhielt das Kooperationsprojekt Hands2Help.  Prof. Dr. Stefan Sackmann, Institut für Wirtschaftsinformatik an der MLU und sein Mitarbeiter Hans Betke sowie Dr. Robert Pulz, Abteilungsleiter Brand-, Katastrophenschutz und Rettungsdienst der Stadt Halle (Saale), arbeiten gemeinsam an der Entwicklung eines App-basierten Koordinationssystems für freiwillige Helfer.

Ausgangspunkt für das Projekt war das Saale-Hochwasser 2013 und die Frage, wie Behörden und Organisationen im Katastrophenfall Hilfseinsätze mithilfe moderner Informationstechnologie besser koordinieren können. Im Rahmen der Kooperation wurden technische Unterstützungsmöglichkeiten für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben und Herausforderungen im Umgang mit Spontanhelfern untersucht. Im Ergebnis wurde eine App mit dazugehöriger Internetplattform als Demonstrator entwickelt, die eine deutliche Verbesserung der bedarfsgerechten Koordination der Helfer ermöglicht und Wartezeiten reduziert.  Ein weiterer Erfolg ist die Einwerbung von Fördergeldern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, die weitere Forschungsaktivitäten mit einer Vielzahl bundesweiter Praxispartner ermöglichen.

Weitere Einreichungen in der Kategorie „Erfolgreiche regionale Transferkooperationen“:

Strab auf Trab

Das Projekt Strab auf Trab, das psychische Belastungen bei Berufsfahrern analysieren, bewerten und gestalten will. In dem Kooperationsprojekt der Halleschen Verkehrs-AG, vertreten durch René Walther, und dem Institut für Psychologie, wurde unter der Projektleitung von Prof. Dr. Renate Rau und ihren Projektmitarbeitern Therese Kästner und Florian Henze ein Konzept für ein betriebliches Gesundheitsmanagement entwickelt.  Dabei stand die Frage, welchen physischen und psychischen Gesundheitsgefährdungen speziell Straßenbahnfahrer am Arbeitsplatz ausgesetzt sind, im Fokus, begründet durch den überdurchschnittlich hohen Krankenstand in diesem Beruf. Um nahe am Forschungsobjekt zu sein, stiegen die Projektbearbeiter der MLU  in den Berufsalltag von Straßenbahnfahrern ein und absolvierten dazu eine Straßenbahnfahrer-Ausbildung. Konkrete Maßnahmen zur Arbeitsgestaltung und Personalentwicklung sind nun erste Ergebnisse. Im nächsten Schritt sollen ausgewählte Maßnahmen umgesetzt und deren Erfolg kontrolliert werden.

Predictive Analytics Helix

Predictive Analytics Helix heißt das Projekt, das sich mit softwarebasierter Vorhersage der Wechselbereitschaft von Privatkunden im Bereich der Energieversorgung beschäftigt. Kooperationspartner sind Prof. Dr. Stefan Sackmann mit seinem Projektmitarbeiter Stephan Kühnel vom Institut für Wirtschaftsinformatik an der MLU und die GISA GmbH, vertreten durch Christian Gratz. Die Software soll Unternehmen bei der Vorhersage von Abwanderungsentscheidungen ihrer Kunden unterstützen und frühzeitige Informationen liefern, um rechtzeitig Gegenmaßnahmen einzuleiten. Erforscht wurde bislang, welche Faktoren das Kundenwechselverhalten bei Energieversorgungsunternehmen beeinflussen. Perspektivisch soll das entwickelte Modell in die Softwareumgebung der GISA implementiert werden.

Students meet Society

Unter der Projektleitung von Dr. Holger Backhaus-Maul, Institut für Pädagogik an der MLU, sowie Christine Sattler, von der Freiwilligen-Agentur Halle-Saalekreis e.V., wurde das Forschungsprojekt Students meet Society für den Transferpreis eingereicht.  Gemeinsam mit dem Praxispartner wurde ein Pilotprojekt zur Förderung der Integration von internationalen Studierenden und Studierenden mit Migrationshintergrund durch Engagement am Hochschulstandort initiiert. Ziel ist es, die gesellschaftliche Partizipation und Integration Studierenden mit Migrationshintergrund und von internationalen Studierenden während ihres Studiums zu unterstützen und ihre Verbleibperspektive in Deutschland nach erfolgreichem Studienabschluss durch Integration in die Gesellschaft und in den Arbeitsmarkt zu verbessern. Durch wissenschaftliche Erhebungen wurden die Bedarfe und Interessen der Zielgruppen sowie von Non-Profit-Organisationen in der Stadt Halle gesammelt. In einem Konzept sollen nun konkrete Informations- und Beratungsangebote für Einrichtungen entwickelt werden und Engagement-Möglichkeiten für Studierende vermittelt werden.

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